Die Geschichte der Teddybären

Die Geschichte der Teddybären Alle Abhandlungen über Bären sagen gemeinsam, dass die Tiere ohne Mimik und darum schwer einzuschätzen sind. Und doch ist es dieses mimiklose Gesicht mit der rundlichen, leicht lang gezogenen Schnauze, den kleinen Knopfaugen und den abgerundeten kleinen Ohren, das Groß und Klein seit 110 Jahren in seinen Bann zieht und begeistert.

Ein Präsident namens Teddy

Seit 1902 kursieren zwei Entstehungsgeschichten des Teddybären. Einzig eine Figur taucht als Namensgeber des beliebten Stofftieres in beiden Geschichten auf, der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt, der den Spitznamen „Teddy“ trug.

Die amerikanische Geschichte erzählt, dass Theodore Roosevelt auf einer Jagd sein Herz für Bären entdeckte. Ein eigens für den Landesregenten bereitgestellter Jungbär wurde von ihm verschont und kam dadurch auch mit dem Leben davon. Ein Zeichner der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ nahm dies als Aufhänger für eine Karikatur, die er veröffentlichte. Ein Ladenbesitzer New Yorks wiederum sah diese Karikatur, bastelte eine Figur in Bärenform, bat den Präsidenten diesem Stofftier seinen Namen geben zu dürfen und von Stunde an, war der Teddy-Bear geboren.

Die deutsche, weniger heroische Version besagt, dass im Osten Baden-Württembergs, in Giengen an der Brenz, eine junge Frau das Stofftier „erfand“. Margarete Steiff fertigte praktische Nadelkissen für die Hausfrau, die im Laufe der Zeit Bärenformen annahmen. Diese Idee gefiel so gut, dass die ersten Plüschteddys genäht und von Margarete auf Märkten und Messen als Kinderspielzeug angeboten wurden. Ein amerikanischer Vertreter nahm ein Exemplar mit in sein Land, wo der Teddy auf Umwegen zum Präsidenten Theodore Roosevelt gelangte, ihn rührte und begeisterte. Das war die Geburtsstunde des Teddybären aus deutscher Sicht und mit dem markanten Knopf im Ohr, die Geburtsstunde des Unternehmens Steiff.

Im Übrigen erhalten Sie Teddybären auch in Internetstores und dabei spielt es gar keine Rolle, ob Sie eher der amerikanischen oder der deutschen Geschichte Glauben schenken.