Kinder sicher im Internet

Kinder sicher im Internet

Die technische Revolution der letzten Jahre, so mag man sie getrost umschreiben, hat es mit sich gebracht, dass das Internet nicht nur auf dem heimischen PC erreichbar und allgegenwärtig ist, sondern eben auch auf Smartphones und iPads.

Um dem unbeschränkten Telefonieren, den vielen Fallstricken, die im Internet – und damit nun auch auf den Handys – drohen, so zum Beispiel überhöhte Preise für Klingeltöne, Abo-Fallen, Pornografie und Gewaltverherrlichung entgegenzuwirken, ist ein Mittel auf alle Fälle probat. Nämlich der Abschluss eines Prepaid -Vertrages, der dem User nur eine bestimmte Menge von Gebühren in einem Monat oder einem bestimmten Zeitraum erlaubt. Hiermit kann die Gefährdung zumindest drastisch reduziert werden.

Nach neuesten Umfragen besitzen tatsächlich neun von zehn Heranwachsenden ein eigenes Handy. Dieses mobile Kommunikationsmittel, so die Wissenschaftler einstimmig, sei heute wie früher das eigene Fahrrad. Und, wie man sich gut erinnern kann, da wollte auch ein jeder das Schönste und Bestausgerüstete, schlicht, das Teuerste haben. Die Handys, die heute auf dem Markt sind, sind zur Medienzentrale ausgewachsen. Es wird nicht nur zum Telefonieren verwendet. Mit neunundachtzig Prozent ist die SMS-Funktion zwar die am häufigsten benutzte, zusätzliche Funktion von Handys, doch die Zehn- bis Zwölfjährigen fotografieren auch mit dem Gerät, spielen Handyspiele und nutzen es zum Musikhören und als Wecker.

Eine andere ernsthafte Gefahr, die Kindern durch internetfähige Handys droht, ist das sogenannte Cybermobbing oder auch Cyberbulling. Es geht um sehr aggressives Verhalten in sozialen Netzwerken, um das Bloßstellen von Schwächeren, um Drohungen oder auch die Veröffentlichung von diskriminierenden Fotos. Eine steigende Zahl von Opfern suchte hier schon den Weg in den Suizid. Der Spruch, Kinder könnten grausam sein, entdeckt hier eine vollkommen neue, dem Zeitalter angemessene Dimension. Hier kann die Strategie der vorher bezahlten, kontingentierten Gebühren allerdings nicht mehr hilfreich sein. Es kann nur Aufklärung, vorsichtiger Umgang mit den eigenen Daten und letztlich Strafverfolgung der Täter helfen.