Kindergeschichten für Groß und Klein

Erzählungen für Kinder besitzen eine ungeheuer große pädagogische Wertigkeit. Kindergeschichten, also Erzählungen geeignet für Kinder bis zum Alter von etwa zwölf Jahren, können jedes Thema berühren, solange die Sprache kindgerecht ist, die Thematik altersentsprechend behandelt wird. Kindergeschichten handeln in der Regel in der Welt der Kinder, befassen sich mit ihrem Wertesystem, passen sich dem kindlichen Bild der Welt an. Sie können genauso fantastisch wie auch realistisch sein. Es ist immer wichtig, dass diese Geschichten lebendig sind, sie müssen faszinieren. Kinder in diesem Alter sind nicht interessiert an reinem Wissen, purer Information. Man muss sie ihnen schmackhaft machen. Auch wird in diesem Alter in der Regel noch nicht allzu gerne selbstständig gelesen. Der Erziehende hat also die Aufgabe, die Geschichten einmal zu besorgen, auszuwählen, dann vorzulesen und schließlich als wichtigste Funktion, für Verständnisfragen da zu sein, Wertigkeiten klarzustellen, Hintergrundinformationen zu liefern.

Wann ist eine Geschichte interessant für Kinder?

Die Geschichten selbst sollten nicht zu lang sein. Sie sollten nicht zu kompliziert sein. Rückblenden, Schachtelsätze, aufwendige Rahmenhandlungen sollten vermieden sein. Illustrationen im Buch können die Erzählung noch zusätzlich aufwerten, lockern, zur Entspannung beitragen. Das Lesen, auch das Vorlesen, sollte immer Freude machen, Spaß bringen, interessant sein, neugierig machen. Es scheint in unserer Gesellschaft eine Tendenz zur realistischen Kindergeschichte zu geben. Eine realistische Geschichte bezieht sich konkret auf die Erlebniswelt der Kinder im jeweiligen Alter. Sie hat mit alltäglichen Erlebnissen des Heranwachsenden zu tun, ganz egal, ob in der Schule, im Familienleben, auf der Straße, im Kindergarten. Das Kind erkennt sich und seine Umwelt in der Story wieder, kann reflektieren, sieht unterschiedliche Konflikte und Lösungsansätze auftauchen. Es interessiert sich. In der Regel jedoch wird die Realität relativiert, in der Erzählung eine Welt geschaffen, die wesentlich mehr Positivismus anbietet, als er in Realitas zu finden ist. Das trägt zur Entspannung und zum Wohlbefinden der Heranwachsenden bei.