Kontaktlinsen für Kinder – ab welchem Alter es Sinn macht

Kontaktlinsen für Kinder – ab welchem Alter es Sinn machtBis noch vor einem halben Jahr waren die Ärzte sich darüber einig, dass Kinder vor dem 8. Lebensjahr keine Kontaktlinsen tragen sollten. Zu gefährlich schien die Nutzung hier, sodass auch die meisten Eltern nichts in die Wege geleitet haben, ihre Kinder mit Kontaktlinsen einzudecken. Doch nach einer langjährigen Studie, die im Juni 2012 beendet wurde, ist der Berufsverband der Augenärzte jetzt allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass es für das Einsetzen von Kontaktlinsen keine Altersbeschränkungen mehr gibt. Fazit: Die jüngsten Kontaktlinsenträger sind jetzt gerade mal 4 Wochen alt.

Wenn man bemerkt, dass ein Baby mit einem grauen Star zur Welt gekommen ist, wird es operiert und im Anschluss daran gleich mit Kontaktlinsen versorgt. Ein sofortiger Einsatz von Kontaktlinsen ist oft die einzige Möglichkeit, um eine angeborene hochgradige Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Die Ärzte empfehlen heute dringend, jedes Kind sobald als möglich beim Augenarzt untersuchen zu lassen.

Für Kinder ist das Tragen einer Brille meist viel problematischer als für Erwachsene. In vielen Situationen, sei es beim Sport oder beim Toben, müssen Brillenträger immer darauf achten, dass die Brille heil bleibt. Manchem Kind wäre schon geholfen, wenn es beim Sport eine Kontaktlinse tragen würde. Für die Eltern gibt es in puncto Finanzierung jedoch keine Unterschiede, denn egal, ob ihr Kind eine Brille oder Kontaktlinsen bekommt, die Kasse zahlt ihren feststehenden Betrag.

Den Augenarzt zurate ziehen

Falls die Eltern sich für Kontaktlinsen entscheiden, so sollten die Kinder, genau wie Erwachsene, nach einer Untersuchung durch den Augenarzt die Linsen fachgerecht angepasst bekommen. Für Kinder wird allerdings immer die formstabile (harte) Version der Kontaktlinsen (gekauft bei renommierten Firmen, wie z. B. Mister Spex) genommen. Ein Kind besitzt noch nicht die Disziplin, sich niemals die Augen zu reiben, doch die damit verbundene Gefahr der Einschleusung von Bakterien oder Viren wird mit den harten Kontaktlinsen ausgeschlossen. Allerdings benötigt die formstabile (harte) Kontaktlinse meist auch eine längere Eingewöhnungszeit, als die weiche, da das Fremdkörpergefühl im Auge größer ist..

Bei Kindern können durch die neuen hochwertigen Materialien heute Kontaktlinsenanpassungen auf höchstem Niveau erfolgen. Fachgerecht angepasste formstabile Kontaktlinsen können sogar die Zunahme der Kurzsichtigkeit im Vergleich zu Brillenträgern verlangsamen. Dies kommt daher, dass Augenlinsen direkt am Auge wirken und nicht, wie bei der Brille, ein Abstand dazwischen ist. Bei einer Brille können durch Brechungsfehler optische Nebenwirkungen (Wahrnehmen von Größen, Doppelsichtigkeit) auftreten.