Märchen: Rumpelstilzchen

Das Märchen ,Rumpelstilzchen’ ist eines der vielen Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm.

Erzählt wird die Geschichte einer schönen Müllerstochter, deren Vater sie mit dem König verheiraten möchte und der die aberwitzige Mähr vom Gold spinnenden Mädchen erzählt. Der König wiederum möchte sich davon überzeugen, dass die Müllerstochter Stroh zu Gold spinnen kann, und bittet diese aufs Schloss. Während das Mädchen verzweifelt der Situation entkommen will, bietet ihr ein kleiner Gnom –Rumpelstilzchen- die Hilfe an. Als Gegenleistung verlangt er das Halsband der Müllerstochter. Der König, der sich über das gesponnene Gold freut, möchte in der nächsten und übernächsten Nacht erneut sehen, ob das Mädchen wirklich Stroh zu Gold machen kann. Auch jetzt eilt ,Rumpelstilzchen’ zu Hilfe, fordert jedoch nun erst den Ring und in der dritten Nacht das erstgeborene Kind der zukünftigen Prinzessin. Diese willigt ein, will sich jedoch nach der Geburt nicht mehr an ihr Versprechen halten. ,Rumpelstilzchen’ fordert zwar seinen ,Lohn’, bietet jedoch an, dass, wenn sie seinen Namen errät, das Kind behalten dürfe. Als ihr dies schlussendlich gelingt, zerreist es das ,Rumpelstilzchen’ vor Wut.

Intention des Märchens ,Rumpelstilzchen’

Rumpelstilzchen verkörpert in dem Märchen das Böse; die schöne Müllerstochter das Gute. Wer hier zwischen den Zeilen liest, wird feststellen, dass die Intention des Märchens dahin gehen soll, niemals die eigene Seele zu verkaufen, denn wer Macht will, der muss dafür meist einen hohen Preis zahlen. Nur durch ganzheitliches Denken ist es der Müllerstochter gelungen, das Ruder noch umzudrehen und dem vermeintlich Bösen doch noch die Stirn zu bieten.